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Die erste Russian Kettlebell Challenge Zertifizierung in Deutschland – (M)ein Augenzeugenbericht

Es gibt Dinge im Leben, die kann man nicht kaufen – man muss sie sich erarbeiten.

 

Unter diese Rubrik zählt zweifelsfrei die weltweit führende Kettlebell Ausbildung, die Russian Kettlebell Challenge (RKC).

Vor guten 12 Jahren durch Pavel Tsatsouline und John Du Cane in den USA ins Leben gerufen, hat sich dieser anspruchsvolle, 3 tägige Workshop weltweit als Goldstandard im Bereich Kettlebell Trainer Ausbildung etabliert.

Worum geht´s? – Erst mal die Fakten

In den drei Tagen wird den RKC Kandidaten Einiges abverlangt aber vielmehr noch beigebracht.

Rubrik beibringen:

  • Tiefgehende Kenntnisse, um die sechs fundamentalen RKC Kettlebell Grundübungen, die sog. RKC BIG SIX, den zukünftigen Kunden dieser Kettlebell Trainer sicher und effizient beizubringen
  • Feinheiten und Optimierung der BIG SIX Techniken, sprich Swing, Clean, Press, Snatch, Kniebeuge und Turkish Get Up
  • Einführung in ein narrensicheres System, um extrem wirkungsvolle und sichere Trainingspläne zu erstellen
  • Erklärung von praxisbewährten Warm Up und Cool Down Routinen

Rubrik abverlangen:

  • Technik Test der Big Six: Alle Übungskriterien müssen erfüllt werden auf beiden Seiten (linke und rechte Seite) mit einer “Snatch Size” Kettlebell (das waren bei mir 24kg)
  • RKC Snatch Test: Mindestens 100 Snatches innerhalb von fünf Minuten mit der entsprechenden Kettlebell (also wieder 24kg bei mir)
  • Test Teaching: Die RKC Kandidaten haben 45 Minuten Zeit, mit einem echten Testkunden ein Einführungsgespräch, kurze Trainingsplanung und eine passende Übungseinweisung zu absolvieren.
  • Grad Workout: Ein sehr fieses, gemeinschaftliches Abschlussworkout, bei der alle RKC Kandidaten gleichzeitig die Übungen ausführen und alle auf den letzten / die letzte warten müssen….natürlich mit der Kettlebell auf dem Arm

Kurz gesagt: Die RKC School of Strength hat sich als Ziel gesetzt, motivierte Trainer zu bestmöglichen Kettlebell Instruktoren auszubilden. Dazu gehörten neben einer “gewissen” körperlichen Fitness (Vorbildfunktion) auch bestimmte “Teaching Skills”, die aus Trainern, werst irklich gute Trainer machen.

Meine Vorgeschichte:

Ich selber wollte bereits letztes Jahr in Ungarn am RKC teilnehmen, aber entschied mich aufgrund einer Schulterverletzung den Workshop abzusagen. Einen Erfahrungsbericht vom letzten Jahr von Freund & Kollege Sebastian Müller aus Weimar könnt Ihr hier nachlesen.

Dieses Jahr war es endlich “an der Zeit”, mich dieser Herausforderung zu stellen. Die Vorbedingungen waren leider alles andere als optimal, da ich mich seit dem Jahreswechsel mit einer langwierigen Handverletzung (ich sollte das Snowboarden einfach an  den Nagel hängen )rumschlagen muss.
Also bereitete ich mich. sobald meine linke Hand wieder einigermaßen belastbar war, den Umständen entsprechend auf den RKC in München vor.

Das Wissen, wie man richtig und effizient trainiert, habe ich mir in den letzten drei Jahren nach und nach über das Gesamtnetzwerk RKC angeeignet.
Das sehe ich auch als Hauptgrund dafür an, wie ich mit relativ kurzer Vorbereitungszeit ( ca. 2 Monate) und relativ geringem Trainingsvolumen (ca. 16h Gesamttrainingszeit in den zwei Monaten) doch einigermaßen wieder in Form bringen konnte.

Ob das reicht, wusste ich nicht so genau…..

Hinweis: Ich würde jedem empfehlen, sich umfassender vorzubereiten, wenn möglich. Meine Vorbereitung ist aus der Not heraus entstanden und ich hatte (immer noch) eine relativ gute Ausgangsbasis noch aus der Zeit vor meiner Handverletztung,

C in RKC steht Challenge somit begann für mich am 13. September um  8:30 Uhr morgens hier in München die Herausforderung für die nächsten drei Tage.

Die RKC wurde von Max Shank geleitet. Max ist ein Master RKC aus den USA und berüchtigt für seine Bärenkräfte. Nebenbei ist er ein supernetter Kerl und weiß extrem viel darüber, wie man Menschen aller Leistungslevels schnell, sicher und fast mühelos leistungsfähiger machen kann.
Die Co-Leitung wurde von Robert Rimoczi, Senior RKC übernommen. Alles was ich über das Kettlebell Training weiß, habe ich zu 99% von ihm gelernt. Ich bin froh, sein Schüler zu sein 🙂
Da bei der RKC sehr viel Wert auf Betreuungsqualität gelegt wird, waren noch insgesamt 4 Assistenten mit am Start: Florian Kiendl RKC II, Moritz Rammensee RKC II, Chris Petz RKC und Leon Wehrmaker RKC.
Diesen Leuten verdanke ich zusätzlich zu dem ganzen Wissen von Max und Robert einen Großteil des Inputs bezüglich der Verbesserung meiner eigenen Kettlebell Technik.

Wir waren eine Gruppe von insgesamt 21 RKC Kandidaten (davon leider nur 2 Frauen) und ich denke für alle war dieser Workshop ein tolles Erlebnis. Ich habe bereits nach dem ersten Tag so viel Tips bekommen, dass sich die Teilnahmegebühr bereits jetzt schon gelohnt hat.

Aber ich wollte ja auch die begehrte RKC Trainerlizenz erlangen und nicht nur als Teilnehmer dabei sein. Also absolvierte ich die obigen Tests und Prüfungen und konnte mich am Ende der drei Tage stolz als RKC Kettlebell Instructor bezeichnen. Bei einigen Tests würde ich eher von durchkämpfen als von absolvieren sprechen 🙂 (siehe Bild)

Endlich am Ziel! Ich war superfroh, als ich die begehrte RKC Instructor Urkunde mit meinem Namen drauf in den Händen halten konnte!
Ein Shake Hands mit Meister Max gab es dann noch oben drauf 🙂

Abschließend kann ich sagen, dass die RKC ein wirklich tolles Erlebnis war und mein Verständnis für das Kettlebell Training noch weiter vertieft hat.
Ich werde definitiv mich in diesem Trainingssystem weiterbilden und hoffe. nächstes Jahr die nächste Stufe, die RKC II, zu bestehen. Mal sehen ob das klappt 🙂

Für alle, dier erstmal den Einstieg in die Welt des RKC Kettlebell Trainings auf Trainerebene erleben möchten, empfehle ich die Absolvierung der Einstiegszertifizierung, der sog. HKC (Hardstyle Kettlebell Certification). Die 1-Tages Workshops finden dieses Jahr zu folgenden Terminen statt
27.10.2013 in München
09.11.2013 in Berlin
14.12.2013 in Leipzig

Bei Fragen rund um das Thema RKC Kettlebell Training könnt Ihr mir auch gerne eine E-Mail senden.